Neues vom Hyänenforschungsprojekt in Gabun
Montag, den 27. Juni 2011 um 10:27 Uhr

Gespräche mit Dorfbewohnern, Kamerafallen und begeisterte Kinder

Gerade erreicht uns eine Mail aus Gabun von Torsten Bohm. Der Doktorand der Zoologie erforscht dort die letzten Tüpfelhyänen im Kongobecken.


Es gab viel zu tun in den letzten Wochen: Zusammen mit dem Nationalparkdirektor des Batéké Plateauxs hat er verschiedene Dörfer abgeklappert um für Sympathie und Verständnis für sein Forschungsprojekt zu werben. Denn nur mit Rückendeckung in der lokalen Bevölkerung sind solche Forschungsvorhaben nachhaltig und erfolgreich.

Die Gespräche waren fruchtbar. Der Artenforscher erfuhr von den Dorfbewohnern, dass sich die Hyänen in letzter Zeit rar gemacht hatten; möglicherweise seien sie abgewandert. Nur wohin? Das gilt es herauszufinden. Schon in der kommenden Woche will er mit dem Team zur ersten Studie ins Feld, um Hyänenspuren zu finden.

Eco Musée

Schon lange war Torsten Bohm auf der Suche nach einer Lösung, wie er seine Kamerafallen am besten schützen könnte. Nach langer Suche hat er Ketten gefunden, die - mit der Zange zurechtformt - wunderbar in die Löcher auf der Rückseite der Kamerafallen passen. Die Ketten können dann mit kleinen Schlössern gesichert werden. In der kommenden Woche will er 30 Sicherheitsboxen bestellen, so dass die Kamerafallen dann optimal geschützt sind.

Wenn sich dann auch die Hyänen vor der Kamera blicken lassen, wird Torsten Bohm weitere wichtige Erkenntnisse über die Hyänen-Population im Kongobecken gewinnen.

Eco Musée

Am 5. Juni war der internationale „Weltumwelttag“ mit dem diesjährigen Schwerpunkt „Wälder“. Auch in Gabun gab es Aktionen: Torsten Bohm besuchte das „Eco Musée“, wo im Rahmen eines Aktionstag im Museum Kindergruppen die geschützten Tierarten Gabuns vorgestellt wurden. Das große Interesse der Kinder war höchst erfreulich uns lässt auf eine Sensibilisierung für Umweltaspekte hoffen.