Zum Jahresende Neuigkeiten aus Shakawe und Samochima
Donnerstag, den 27. November 2014 um 12:42 Uhr
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Das Jahr neigt sich dem Ende zu, doch bevor wir Abschied von 2014 nehmen, wollen wir von den letzten Neuigkeiten aus unseren SAVE-Projekten in Samochima und Shakawe berichten.

In beiden Orten haben sich die Spielgruppen mittlerweile so fest etabliert, dass sie kaum mehr wegzudenken sind. In Samochima hat sich die Zahl der Kinder fast verdoppelt - täglich besuchen mittlerweile über 70 Kinder die Einrichtung. Auch in Shakawe nehmen deutlich mehr Kinder am Unterricht teil. Waren es bis Mitte des Jahres noch 50 Kinder, sind es heute über 80, die täglich bei den Spiel- und Lerngruppen in der Bibliothek mitmachen. Das ist ein deutliches Zeichen, dass die Arbeit von SAVE vor Ort sehr geschätzt wird.

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Der Erfolg spiegelt sich auch darin wieder, dass unterschiedliche Organisationen sich mit SAVE vernetzen, um den spielerischen Umwelt-Gedanken fester zu verankern. Dazu zählen das Bokamosa Training Institute sowie die NGOs Project Concern und Lady Khama Trust, die auf unterschiedliche Weise die Spielgruppen unterstützen wollen. Das Bokamosa Training Institute zum Beispiel hat mit der Schulung für Lehrpersonal begonnen. Die Trainings finden in den Schulferien statt und werden in den kommenden 2 bis 3 Jahren fortgeführt. Der Lady Khama Trust prüft derzeit gemeinsam mit Project Concern wie die finanzielle Unterstützung für eine weitere Spielgruppe in Shakawe gesichert werden kann. Dass eine dritte Gruppe Sinn macht, zeigt sich schon daran, dass die bisherigen Spielgruppen aus allen Nähten platzen. Zudem wohnen viele Kinder sehr weit entfernt von der Shakawe Bibliothek oder der Samochima Gruppe. Eine dritte Gruppe, die in Botshelo geplant ist, würde diesen Kindern die Möglichkeit eröffnen, Umweltunterricht in ihrer Nähe zu besuchen.

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Auch andere Einrichtungen und Gruppen sehen in den SAVE Projekten eine unterstützungswürdige Sache. So haben die Eltern der Samochima Vorschulgruppe in Eigenarbeit der Schule ein Facelifting verpasst. Verschiedene Einrichtungen, darunter die lokale Barclays Bank spendeten Geld für die gute Sache.

Die Kinder wiederum profitieren von alledem, in dem sie spielerisch lernen, ihre Umwelt wahrzunehmen, zu schätzen und für deren Erhalt zu sorgen. Im zweiten Halbjahr lag der Fokus fast ausschließlich auf heimische Tierarten. Jede Woche wurde ein anderes Tier zum Tier der Woche ernannt. Mit diesem Tier setzten sich die Kinder dann mit verschiedenen Techniken ausführlicher auseinander. Mal ging es darum das Wochentier zu malen oder aus unterschiedlichen Materialien zu basteln. Mal wurden Lieder gesungen oder Rollenspiele gespielt. So eigneten sich die Kinder spielerisch nicht nur Wissen an, sondern bereiteten sich erfolgreich auf die Schule vor. Mitte Oktober war es für die älteren Kinder der Spielgruppe dann so weit - sie verließen die Gruppen, um eingeschult zu werden.

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Auf Wunsch der Eltern und Lehrer fand in diesem Jahr zum ersten Mal eine offizielle Verabschiedung der Spielgruppen-Absolventen statt. Die bunte Feier, zu der auch lokale VIPs wie die Dorfältesten eingeladen wurden, erhielt viel Unterstützung vor Ort - unter anderem von der Polizei und der Schulbehörde - die Stühle, Tische, Zelte usw. kostenlos zur Verfügung stellten. Auch die Talare und Doktorhüte, die die Kinder bei der Feier trugen, wurden gestiftet. Voller Stolz nahmen die Kinder in dieser würdevollen Ausstattung ihre „Diplome“ entgegen. Früh übt sich ein nachhaltiger Umgang mit Umwelt und Ressourcen. Durch den Besuch der SAVE-Spielgruppen ist in den Kindern hoffentlich ein Samen gepflanzt worden, der ständig weiter wachsen wird. Ein Samen der Liebe für Natur und Umwelt gepaart mit dem Wunsch, deren Ressourcen, Pflanzen und Tiere zu schützen.