Für drei Afrikanische Wildhunde ist das Central Kalahari Game Reserve das neue Zuhause
Donnerstag, den 10. April 2014 um 09:00 Uhr
3Wildhunde
Frisch umgesiedelte Afrikanische Wildhunde in der CKGR. © SAVE
 Wildhund
Afrikanischer Wildhund mit Antilopen-
Überresten. © SAVE

Erfolgreiche Umsiedlung durch das Team des SAVE Wildlife Conservation Fund und der Kalahari Research & Conservation

Die zwei weiblichen Afrikanischen Wildhunde sehen mager aus, aber sie sind nun nicht mehr untergewichtig. Auch das Männchen macht bis auf eine Narbe an einer Seite einen gesunden Eindruck. Vor ihnen liegen die Überreste eines Springbocks, an dem sie genüsslich fressen. Alle drei Wildhunde sind mit einem speziellen Halsband ausgestattet, jedes mit einem anderen. Über ein GPS-, einem Satelliten- und einem VHF-Halsband soll ihr weiteres Schicksal beobachtet werden.

 Gefangen
Untersuchung und Besederung der Wild-
hunde. © SAVE

Ein Farmer versuchte zuvor über Monate hinweg die Wildhunde auf einer Wildtierfarm einzufangen. Seine Farm ist umgeben von Rinderfarmen und liegt in Molepololes, in der Nähe von Gaborone. Schließlich gelang es ihm im die Tiere einzufangen und somit vor dem sicheren Tod durch Abschuss oder Vergiftung der anderen Farmer zu bewahren. Die Tiere wurden von unserem SAVE Team und dem Team des Kalahari Research & Conservation (KRC) umgesiedelt. Der Transport dieser Tiere in den von SAVE gestifteten übergroßen Holzkisten und die anschließende Freilassung Ende Februar im Norden des Central Kalahari Game Reserve (CKGR), in der Region Tau Pan, verlief problemlos.

Freigelassen
Die Wildhunde erkunden ihre neue Heimat.
© SAVE

Achtzehn Tage lang wurden sie auf Schritt und Tritt von unseren Teams begleitet. Starke Regenfälle hinderten die Teams zuvor tagelang daran Ausschau nach dem Verbleib der Wildhunde zu halten, aber letztlich war ihre Suche am 17. März erfolgreich. Das Satelliten- bild zeigt, dass sich die Tiere etwa 45 km weiter südlich ihres Freilassungsortes, Tau Pan (im CKGR), aufhalten.

Die Zukunft wird zeigen, ob sich die Wildhunde an die neuen Gegebenheiten anpassen können, denn in dem neuem Zuhause erwarten sie ganz andere Gefahren und Schwierigkeiten als vorher.

 Regen
Transport durch überflutete Wege in der
CKGR. © SAVE
Sie müssen sich vor Löwen in Acht nehmen und es gibt auch keine leicht zu erlegenden Rinder mehr. Zudem steht die Trockenzeit bevor, in der das Nahrungs-und Wasserangebot begrenzt sein wird. Es bleibt spannend: Werden sich die umgesiedelten Wildhunde erfolgreich den neunen Heraus- forderungen stellen und den Gefahren trotzen und sich vielleicht sogar einem anderen, die bereits im CKGR leben, Wildhunderudel anschießen werden?

Wir werden Sie auf dem Laufenden halten! Das Team von SAVE und KRC bleibt den umgesiedelten Wildhunden auch weiterhin auf der Spur.
Mindestens einmal monatlich werden wir uns auf die Suche nach den besenderten Wildhunden begeben und uns von ihrem Wohlergehen überzeugen.

Lesen sie hier den Wildhund-Forschungsbericht.