| Donnerstag, den 02. Februar 2012 um 10:14 Uhr | |||
Die größte Gefahr für Löwen und andere Raubtiere ist der Mensch200.000 Löwen gab es noch in den 70er Jahren es letzten Jahrhunderts. Heute sind nur noch etwa 25.000. Die Löwenpopulation ist also in nur wenigen Jahrzehnten um fast 90% geschrumpft. ![]() ![]() Toter Löwe, toter Gepard. Viele Raubtiere enden wie sie: von Farmern erschossen oder vergiftet. Noch schlechter steht es um den Afrikanischen Wildhund: Dieses seltene Raubtier gehört zu den am meisten bedrohten Tierarten der Erde. Gerade mal 3.500 – 5.000 Exemplare leben noch auf dem afrikanischen Kontinent. Die Forscher des SAVE Wildlife Conservation Fund vermuten, dass mittlerweile ein hoher Prozentsatz aller Löwen und Wildhunde nicht mehr eines natürlichen Todes sterben, sondern abgeschossen und vergiftet werden. ![]() Mit einem Soforthilfe-Aktionsplan will der SAVE Wildlife Conservation Fund das Problem schnellstens in den Griff kriegen. Schon seit vielen Monaten suchen die Mitarbeiter des botswanischen SAVE-Forschungsteams den intensiven Dialog mit den Farmern. Manche sind durchaus offen für friedliche Lösungen, denn schon lange möchten sie eigentlich keine Raubtiere mehr töten. Bei anderen stoßen die Forscher auf massive Widerstände. Hoffnung geben den Naturschützern die, die zum Dialog bereit sind. Für sie ist das SAVE-Team Ansprechpartner und eine Art Not-Anlaufstelle, die sofort Unterstützung anbietet, z.B. Einfangen und Umsiedelung der Tiere. Kommt die Hilfe zu spät, sind auch Kompensationszahlungen für den entstandenen Viehschaden möglich. Natürlich ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. Trotzdem ist SAVE-Vorsitzender Lars Gorschlüter überzeugt vom Erfolg der Arbeit: „Auch wenn nur einige wenige Farmer um Umdenken bereit sind, können wir schon viel bewegen.“
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Farmer-Raubtier-Konflikt bedroht Wildtierbestände in Afrika


