| Freitag, den 27. Januar 2012 um 09:05 Uhr | |||
![]() SAVE dokumentiert Verstöße gegen einstweilige VerfügungIn den letzten Monaten kämpften verschiedene Naturschutzorganisationen wie der SAVE Wildlife Conservation Fund für die Rettung eines alten, besonders artenreichen Regenwalds in Kamerun. Für den Bau einer Palmölplantage sollen, so die Pläne des US-Investors Herakles Farms, 70.000 Hektar Regenwald in einem der bedeutendsten Ökosysteme der Erde gefällt werden. ![]() Die erheblichen Anstrengungen wie internationale Protestpetitionen, eine Regenwaldkonferenz im August letzten Jahres und eine Klage durch einen internationalen Umweltanwalt zeigten durchaus Erfolg für die Naturschützer: Am 31. August 2011 verfügte ein kamerunisches Gericht den sofortigen Rodungsstopp auf einem Teilstück der Fläche und ein Verbot aller Aktivitäten auf der geplanten Plantage. Trotz dieser richterlichen Verfügung erhielt der SAVE Wildlife Conservation Fund immer wieder Informationen von Beobachtern in Kamerun, dass das Unternehmen gegen die Verfügung verstoße. ![]() Nun konnten diese Verstöße auch erstmalig dokumentiert werden: SAVE liegen Fotos vor, die zeigen, wie Mitarbeiter des ausführenden Unternehmens SG-SOC trotz geltender gerichtlicher Verfügung auf der Plantage weiterarbeiteten und diese nach Einschätzung von Augenzeugen auch vergrößert wurde. Diese Bilder wurden alle um den 5. Januar herum von Mitarbeitern einer örtlichen Naturschutzorganisation gemacht, dem kamerunischen Kooperationspartner des SAVE Wildlife Conservation Fund. ![]() Für jeden Tag, an dem auf der Palmölplantage Verstöße stattfinden, müsste SG-SOC pro Tag umgerechnet rund 760 Euro pro Tag an die Gerichtskasse zahlen, bis zum heutigen Tag also umgerechnet fast 100.000 Euro. Doch bislang hat sich das Unternehmen geweigert und stattdessen am 23.11.2011 eine Beschwerde bei einem höheren kamerunischen Gericht gegen die angeordneten Strafgeldzahlungen eingelegt.
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Urwaldabholzung trotz richterlichen Verbots in Kamerun



