Erfolg nach über sechs Monaten mühsamer Feldforschung
Viele Monate war der SAVE-Forscher Torsten Bohm im Dickicht entlegender Gebiete in Gabun unterwegs auf der Suche nach Tüpfelhyänen, die in diese Gegend angeblich zurückgekehrt sein sollen, nachdem sie lange als Ausgestorben galten. Zähigkeit und Geduld des Biologen wurde zwar mit vielen anderen Tiersichtungen belohnt, doch von den Tüpfelhyänen keine Spur. Sie teilen dort ihr Schicksal offenbar mit vielen afrikanischen Raubtieren: Die Populationen schrumpfen und schrumpfen, meist durch Jagd oder Lebensraumverlust, und eines Tages sind die Tiere für immer verschwunden. Die Tüpfelhyänen im Gabun sind also bereits ausgestorben. SAVE hat sich zur Hauptaufgabe gemacht, diesen Artenverlust mit allen Mitteln zu stoppen.

Und auch diesmal gibt es einen Lichtblick: Torsten Bohm hat sein Forschungsgebiet in Gabun vor einigen Wochen verlassen und setzt seine Forschung im benachbarten Kongo fort. Dort hatte der Biologe dann endlich den ersehnten Erfolg! Als er die Fotos von elf Kamerafallenstationen auswertete, zählte er ganze 29 Tüpfelhyänen!
Möglicherweise gibt es sogar noch mehr, denn weitere Auswertungen folgen. Das, was sich auf den nächtlichen Schnappschüssen der Kamerafalle zeigte, ist eine Freude nicht nur für Biologen und Verhaltensforscher, sondern für jeden, den diese Tiere faszinieren: Zwei Hyänen begrüßen sich mit einer speziellen Zeremonie, eine andere suhlt sich gemütlich im Sand. Außerdem gaben sich Leopard, Schimpanse, Blauducker und eine sehr seltene, mit zahlreichen kleinen Flecken versehene Form des Servals ein Stelldichein vor der Fotofalle.

Die Auswertung dieser Bilder geben dem Forscher wichtige Erkenntnisse nicht nur über das Verhalten der Tiere, sondern auch über deren Bestandszahlen. Erst wenn genügend gesicherte Informationen sowohl über die Raubtiere als auch über die Beutetiere existieren, kann SAVE effektive Schutzmaßnahmen entwickeln, die das Überleben der Tüpfelhyänen im Kongo sichern. Außerdem denkt SAVE in Zusammenarbeit mit den örtlichen Wildschutzbehörden intensiv über die Möglichkeit nach, in diesem Gebiet sogar wieder Löwen anzusiedeln.
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